Rollenspiele – schlüpfen, führen, gehorchen
Rollenspiele im BDSM sind eine Einladung in eine andere Welt – oder besser: in eine andere Rolle. Für eine Stunde, für eine Session oder vielleicht auch für eine längere Zeit verschwinden Alltag, Herkunft und Namen. Stattdessen zählt nur die Dynamik: „Wer bist du – und was bist du bereit zu tun?“
Ob strenge Lehrerin und aufsässiger Schüler, Domina und Bittsteller, Ärztin und Patient, Stallbursche und Herrin – die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Fantasie. Was alle verbindet: Es entsteht eine neue Ordnung. Macht wird sichtbar. Regeln gelten – oder werden gebrochen. Und immer schwingt das Wissen mit: Alles ist Spiel – und doch ganz real.
Der Reiz liegt im Rollenwechsel.
Wer in eine Rolle schlüpft, darf sich ausprobieren. Wer eine Rolle auferlegt bekommt, darf loslassen. Für viele ist das der Moment, in dem das Kopfkino Wirklichkeit wird – mit Worten, Blicken, Haltung, Regeln. „Ich bin jetzt nicht mehr ich. Ich bin, was du willst.“
Varianten: Rollenspiele lassen sich ideal kombinieren mit Haussklavendiensten, Langzeiterziehung, Strafritualen, Blackmailing oder als regelmäßiger Bestandteil eines Alltagstrainings. Besonders intensiv wird es, wenn Spiel zur Struktur wird – und aus einer Rolle langsam ein echter Platz entsteht.
