Tabus

Tabus – der unsichtbare Rahmen jeder Session

Tabus sind die stillen Grenzen eines Spiels – und sie sind heilig. Sie schützen. Sie geben Halt. Und sie zeigen, dass BDSM nicht aus Beliebigkeit, sondern aus Vertrauen besteht. Wer in eine Session geht, gibt sich ein Stück weit aus der Hand – aber niemals ganz. Denn genau dafür gibt es sie: die Tabus. „Bis hierhin – und nicht weiter.“

Im Vorgespräch sind sie genauso wichtig wie Fantasien und Wünsche. Was nicht verhandelt wurde, darf nicht einfach ausprobiert werden. Und was ausdrücklich ausgeschlossen wurde, wird nicht gebrochen – ganz gleich, wie leidenschaftlich oder intensiv das Spiel wird. Denn ein gebrochenes Tabu kann nicht nur eine Session zerstören, sondern auch das Vertrauen dauerhaft beschädigen.

Tabus sind keine Schwäche – sie sind Klarheit.
Nur wer seine Grenzen kennt und formuliert, kann sich sicher hingeben. Und nur wer sie respektiert, darf führen. Ein Spiel ohne klare Absprache mag aufregend klingen – doch in Wahrheit ist es gefährlich. Nicht körperlich, sondern seelisch.
„Vertrauen beginnt nicht bei der Peitsche – sondern beim Zuhören.“

Varianten: Wer mag, kann auch mit flexiblen Tabus arbeiten – z.B. in Phasen oder mit Ritualen, in denen Dinge vorsichtig neu erforscht werden. Wichtig bleibt: Jede Grenzverschiebung beginnt mit einem „Ja“ – nie mit einem „Ich dachte, das wäre okay.“