Englische Erziehung – Disziplin, Strenge und das Spiel mit Ordnung und Strafe
Die klassische englische Erziehung gehört zu den ältesten und formellsten Spielarten im BDSM. Ihre Wurzeln liegen – wie so oft – in der Realität: in einer Zeit, in der Erziehung mit Strenge, Ordnung und körperlicher Züchtigung verbunden war. Der Ton war hart, die Regeln klar, der Respekt vor Autoritäten unumstößlich. Und genau daraus entwickelte sich ein erotisches Rollenspiel, das bis heute seinen besonderen Reiz nicht verloren hat.
Im Mittelpunkt steht ein klar definiertes Machtgefälle: Die erziehende Person – Lehrer, Gouvernante, Vorgesetzte – straft, überwacht, fordert. Der passive Part – Schüler, Dienstpersonal, Zögling – gehorcht, lernt, leidet. Und manchmal: genießt. Die Haltung zählt. Die Sprache. Die Kleidung. Alles folgt Regeln. Und wenn du versagst – wirst du bestraft.
Was diese Spielart besonders macht, ist ihre Klarheit.
Es geht nicht um Chaos, sondern um Ordnung. Nicht um spontane Impulse, sondern um ritualisierte Strafen. Die Bestrafung kommt nicht aus Laune, sondern aus Prinzip. Und genau das macht sie so reizvoll. „Du weißt, was du getan hast. Und du weißt, was jetzt kommt.“
Varianten: Die englische Erziehung lässt sich kombinieren mit Keuschheit, feminisierender Züchtigung, Schulrollenspielen, Orgasmuskontrolle oder schriftlichen Aufgaben. Besonders intensiv wird es, wenn nicht nur der Körper, sondern auch der Kopf erzogen wird: Verhaltensregeln. Sprechverbote. Pflichtaufsätze. Strafbuch. Dann wird aus Spiel Struktur – und aus Struktur Lust.
