Deprivation

Deprivation – wenn der Körper nichts mehr hat, außer sich selbst

Deprivation ist das bewusste Entziehen von Reizen – Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Bewegung, Orientierung. Was auf den ersten Blick nach Stille oder Leere klingt, wird im Spiel zu einer Quelle intensiver Selbstwahrnehmung, psychologischer Tiefe und absoluter Kontrolle. Denn wer nichts mehr sieht, nichts mehr hört, nichts mehr sagen darf – hat nichts mehr, woran er sich festhalten kann. Nur sich selbst. Und das, was der dominante Part noch zulässt.

Ob mit Augenbinde, Kopfhörern, Knebel, Fesselung oder Isolation: Deprivation ist ein Spiel mit der inneren Reaktionauf äußere Stille. Wenn alle Sinne ausgeschaltet werden, wird jede Berührung, jedes Geräusch, jeder Atemzug übermächtig. Der passive Part verliert das Zeitgefühl, das Raumgefühl – und damit oft auch jede Form von Kontrolle. Du weißt nicht, was als Nächstes kommt. Du kannst es nicht verhindern. Du kannst es nicht einschätzen. Nur fühlen.

Varianten: Deprivation lässt sich mit vielen BDSM-Elementen verbinden – z.B. Orgasmuskontrolle, Folter, Training, Unterwerfung oder Belohnungsentzug. Besonders intensiv wird es, wenn der passive Part vollständig abgeschaltet ist blind, stumm, wehrlos und dem dominanten Part vollständig ausgeliefert. Du weißt nicht, wann es aufhört. Du weißt nicht, ob es überhaupt angefangen hat.