Benutzungsspiele – verfügbar, funktional, ganz Objekt
Benutzungsspiele sind ein intensives Spiel mit Macht, Kontrolle und Hingabe. Im Zentrum steht die Idee, nicht als gleichwertige Person behandelt zu werden, sondern als Objekt – als Funktion, Werkzeug oder Lustquelle. Etwas, das nicht fragt, sondern dient. Das nicht fühlt, sondern funktioniert. Das zur Verfügung steht, wenn es gebraucht wird.
Der Reiz liegt in der Reduktion: Nicht wer bin ich?, sondern wofür bin ich da? Ob sexuell – als lebendiger Dildo, Lustloch oder Abspritzspielzeug – oder funktional: als Möbel, Fußbank, Halterung, Tragehilfe oder stille Anwesenheit im Alltag. Benutzt zu werden kann tief wirken – körperlich, psychologisch, emotional. Es fordert Kontrolle ab, zwingt zur Hingabe – und verstärkt den Moment, in dem alle Rollen verschwinden außer nützlich sein.
Dabei ist Benutzung kein Zufall, sondern ein klar abgesprochenes Machtspiel.
Gerade weil die Rolle als Objekt so stark wirkt, braucht es vorher offene Kommunikation: über Grenzen, Tabus, Erwartungen. Was ist erlaubt? Was bleibt unausgesprochen? Was wirkt besonders tief – und was geht zu weit?
Varianten: Benutzung kann zärtlich, pragmatisch oder brutal sein – als Dienstleistung, als Lustmittel oder als Form von Demütigung. Besonders eindrucksvoll wird das Spiel, wenn es in den Alltag integriert wird: stumm neben dem Schreibtisch knien, als Körperstütze beim Anziehen dienen, wortlos verfügbar sein. Oder wenn die Funktion wichtiger wird als die Person: Was du willst, zählt nicht – nur wozu du taugst.
