Bastonade

Bastonade – Schmerz, der nachwirkt

Bastonade ist eine besondere Form von Schmerzzufügung: geschlagen wird auf die Fußsohlen – eine Region, die im Alltag kaum Reizreduktion erfährt, aber hochsensibel ist. Oft wird diese Praxis unterschätzt – denn von außen sieht man wenig. Keine blauen Flecken, keine Wunden. Doch jeder Schritt danach erinnert daran, was passiert ist. Eine versteckte Folter, die den Schmerz mit in den Alltag nimmt.

Der Reiz liegt im Widerspruch: Die Füße tragen uns, sie stehen für Kontrolle und Stabilität – und genau dort wird die Kontrolle entzogen. Ob mit Rute, Stock, Rohr, Reitgerte oder einfach der flachen Hand: Die Impulse gehen tief. Schon ein mittelstarker Schlag kann ein Brennen oder Pochen auslösen, das weit über den Moment hinaus spürbar bleibt. Für viele entsteht genau hier die Lust: im Schmerz, der bleibt. Im Gefühl, dass jede Bewegung ein Nachhall dessen ist, was man über sich hat ergehen lassen – oder zugefügt hat.

Technik ist alles:
Die Fußsohlen sind unterschiedlich empfindlich. Bereiche mit mehr Hornhaut (z. B. Ferse, äußerer Ballen) vertragen deutlich mehr als weiche, dünn besohlte Stellen (z. B. Fußgewölbe oder Zehenunterseite). Wer aktiv schlägt, sollte genau wissen,
wo und wie stark – und sich langsam herantasten. Auch die Haltung spielt eine Rolle: fixiert, gekrümmt, kniend – all das beeinflusst, wie der Schlag empfunden wird.

Varianten: Bastonade lässt sich hervorragend in Disziplinierungsszenarien einbauen – etwa als „stille Bestrafung“, die niemand sieht, aber lange spürbar bleibt. Auch psychologisch kann sie stark wirken: als Spiel mit Macht, Ausweglosigkeit und der Symbolik von Bewegung („Du darfst gehen – aber du wirst es spüren.“). Besonders intensiv wird es, wenn jeder Schritt danach zur Erinnerung wird.